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Welche Schritte bei der Immobilienfinanzierung bis zur Auszahlung oft übersehen werden

Viele Käufer erleben nach der Finanzierungszusage eine unangenehme Überraschung: Die Bank zahlt nicht sofort aus, weil bis dahin noch mehrere formale Schritte sauber ineinandergreifen müssen. Wer hier Zeitplan, benötigte Unterlagen sowie die Abstimmung mit Verkäufer und Notar zu spät klärt, riskiert Verzugszinsen, Terminverschiebungen oder Stress kurz vor dem Zahlungstermin.

Wir zeigen Ihnen, worauf Sie in der Praxis achten sollten, damit Ihre Finanzierung im Ballungsraum Nürnberg, Fürth und Erlangen reibungslos bis zur Auszahlung kommt. So behalten Sie Fristen im Blick und stellen sicher, dass alle Auszahlungsvoraussetzungen rechtzeitig erfüllt werden.

Als Baufi Franken - Ihre Baufinanzierung im Ballungsraum Nürnberg, Fürth und Erlangen begleiten wir häufig Kunden, die bereits gut vorbereitet sind, aber einzelne Schritte unterschätzen. Gerade bei einer Immobilienfinanzierung in Erlangen (z. B. bei hoher Nachfrage und engen Notarkalendern) lohnt sich eine frühe Struktur, damit klar ist, was wann passiert, wer welche Unterlagen liefert und welche Fristen wirklich kritisch sind.

Gestresster Mann am Schreibtisch zwischen Papierstapeln und Haftnotizen, Kopf in den Händen

Zeitstrahl von der Reservierung bis zur Auszahlung: die Stationen im Überblick

Der Ablauf wirkt auf den ersten Blick linear, in der Praxis laufen aber mehrere Fäden parallel. Entscheidend ist, dass Sie Fristen aus dem Kaufprozess und Anforderungen der Bank zusammenbringen, damit am Ende die Auszahlungsvoraussetzungen rechtzeitig erfüllt sind.

Typischerweise folgen diese Schritte aufeinander, mit Überschneidungen bei Unterlagen und Prüfung. Je früher die Reihenfolge klar ist, desto leichter lassen sich Engpässe vermeiden.

  1. Reservierung / Kaufabsicht: Objekt sichern, Eckdaten klären, erste Unterlagen anfordern.
  2. Unterlagenphase: Person und Objekt werden bankseitig vollständig dokumentiert.
  3. Kreditentscheidung: Prüfung, Bewertung, Konditionen, Zusage und Vertragsunterlagen.
  4. Notar & Kaufvertrag: Beurkundung, Auflassungsvormerkung, Fälligkeitsmitteilung.
  5. Auszahlung: Nach Erfüllung aller Bedingungen und gemäß Zahlungsplan.

Welche Dokumente in welcher Phase gebraucht werden (Objekt & Person)

Fehlende Dokumente sind einer der häufigsten Gründe, warum sich die Auszahlung nach hinten schiebt. Wichtig ist, dass Sie nicht nur Ihre persönlichen Unterlagen im Blick haben, sondern auch objektbezogene Nachweise, die oft vom Verkäufer, der Hausverwaltung oder vom Notar kommen.

In der Praxis bewährt sich diese Zuordnung nach Phasen, weil Sie damit gezielt nachfassen können. So vermeiden Sie, dass Dokumente erst kurz vor der Fälligkeit fehlen.

  • Reservierung / frühe Klärung: Exposé, Adresse und Eckdaten, Kaufpreis, Angaben zu Baujahr und Fläche; bei Eigentumswohnung erste Hinweise auf Hausgeld und Instandhaltungsrücklage. Parallel: Selbstauskunft, Übersicht über Einnahmen und Ausgaben sowie vorhandene Kredite.
  • Unterlagenphase für die Bank: Per­sonenseitig meist Gehaltsnachweise, aktuelle Kontoauszüge, Nachweise zu Eigenkapital, bestehende Darlehensverträge und ggf. Unterlagen zu weiteren Immobilien. Objektseitig häufig Grundbuchauszug, Flurkarte/Lageplan, Bauunterlagen (sofern vorhanden), Energieausweis, bei Wohnungseigentum Teilungserklärung, Protokolle der Eigentümerversammlungen, Wirtschaftsplan und Hausgeldabrechnung.
  • Nach Zusage bis Notar: Entwurf des Kaufvertrags zur Abstimmung, Daten zu Kaufnebenkosten und Zahlungsmodalitäten; je nach Bank weitere Nachweise, z. B. Versicherungen oder Bestätigungen zu Modernisierungsplänen.
  • Auszahlungsvoraussetzungen: Notarieller Kaufvertrag, Auflassungsvormerkung im Grundbuch, Fälligkeitsmitteilung des Notars, Nachweise zu Eigenmitteln (falls noch nicht erfolgt) sowie ggf. weitere bankseitige Bedingungen (z. B. Sicherheitenunterlagen).

Typische Verzögerer: fehlende Unterlagen, Fristen und Abstimmung mit Verkäufer/Notar

Viele Zeitverluste entstehen nicht durch die Kreditentscheidung selbst, sondern durch Details, die erst kurz vor Fälligkeit auffallen. Besonders kritisch wird es, wenn Kaufvertrag, Bankbedingungen und Notarprozess nicht sauber aufeinander abgestimmt sind oder Unterlagen nur schrittweise eintreffen.

Diese Punkte führen besonders häufig zu Verzögerungen. Wenn Sie sie früh prüfen, gewinnen Sie meist wertvollen zeitlichen Puffer.

  • Unvollständige Objektunterlagen: Bei Eigentumswohnungen fehlen oft Protokolle, Abrechnungen oder die Teilungserklärung, weil sie bei der Verwaltung angefordert werden müssen.
  • Fristen aus dem Kaufprozess: Reservierungsfristen, Vereinbarungen im Kaufvertrag oder terminierte Kaufpreisfälligkeiten lassen wenig Spielraum, wenn Dokumente nachgereicht werden.
  • Abstimmung Notar & Bank: Der Notar stellt die Fälligkeit erst fest, wenn Voraussetzungen wie die Auflassungsvormerkung vorliegen; die Bank zahlt typischerweise erst nach Vorlage der entsprechenden Nachweise aus.
  • Eigenkapital-Nachweise zu spät: Wenn Eigenmittel zwar eingeplant, aber nicht rechtzeitig belegbar sind, kann die Auszahlung ins Stocken geraten.

Auszahlung & Zahlungsplan: worauf Sie achten sollten

Die Auszahlung erfolgt nicht einfach “nach Zusage”, sondern nach einem klaren juristischen und bankseitigen Ablauf. Entscheidend ist die Reihenfolge: Erst wenn der Notar die Fälligkeit bestätigt und die Bank alle Auszahlungsvoraussetzungen als erfüllt ansieht, kann das Darlehen fließen.

Achten Sie besonders auf diese Punkte, damit der Zahlungsplan nicht kippt. So lassen sich unnötige Zusatzkosten, z. B. durch Bereitstellungszinsen, häufig vermeiden.

  • Fälligkeitsmitteilung: Prüfen Sie, ob alle im Kaufvertrag genannten Voraussetzungen erfüllt sind, bevor eine Zahlung erwartet wird.
  • Empfängerdaten & Verwendungszweck: Klären Sie früh, ob auf ein Notaranderkonto oder direkt an den Verkäufer gezahlt wird und welche Angaben die Bank benötigt.
  • Zinsbeginn und Bereitstellungszinsen: Je nach Vertrag entstehen Kosten, wenn die Auszahlung spät erfolgt oder Teilauszahlungen geplant sind; lassen Sie den zeitlichen Puffer realistisch kalkulieren.
  • Teilauszahlungen: Bei Modernisierung oder Bau sind Auszahlungsraten und Nachweise (z. B. Rechnungen) relevant; stimmen Sie das Vorgehen vorab mit der Bank ab.

Bonus: Wenn schon ein Kredit besteht – Umschuldung/Neuordnung rechtzeitig mitdenken

Bestehende Darlehen werden in der Finanzierungsplanung oft zu spät berücksichtigt, obwohl sie Ihre monatliche Belastung und die Struktur der neuen Finanzierung stark beeinflussen können. Gerade wenn noch ein Ratenkredit, ein altes Immobiliendarlehen oder eine Zwischenfinanzierung läuft, sollten Ablösebeträge, Laufzeiten und mögliche Vorfälligkeitsentschädigungen früh geprüft werden.

Eine Umschuldung eines Immobilienkredits oder eine Neuordnung kann sinnvoll sein, wenn Zinsbindungen auslaufen, mehrere Kredite gebündelt werden sollen oder die Liquidität während des Kaufs gesichert werden muss. Wir planen solche Konstellationen so, dass Ablösetermine, Notarprozess und Auszahlung zusammenpassen und Sie den Übergang ohne unnötige Doppelbelastung gestalten können.

FAQ: Häufige Fragen zur Zeit zwischen Zusage und Auszahlung

Wie lange dauert es von Zusage bis Auszahlung typischerweise?

Häufig liegt der Zeitraum bei etwa zwei bis sechs Wochen, je nachdem, wie schnell Notartermin, Eintrag der Auflassungsvormerkung und Fälligkeitsmitteilung vorliegen. Bei sehr vollständigen Unterlagen und gutem Timing kann es schneller gehen, bei fehlenden Dokumenten oder knappen Notarterminen entsprechend länger.

Welche Unterlagen sind häufig der Engpass?

Besonders oft verzögern Unterlagen zum Objekt den Prozess, etwa Teilungserklärung, Protokolle der Eigentümerversammlung, Hausgeldabrechnungen oder ein aktueller Grundbuchauszug. Auf der Per­sonenseite sind es häufig nicht konsistente Kontoauszüge, unklare Eigenkapitalnachweise oder fehlende Unterlagen zu bestehenden Krediten.

Was passiert, wenn sich der Notartermin verschiebt?

Verschiebt sich die Beurkundung, verschiebt sich in der Regel auch die gesamte Kette bis zur Auszahlung, weil die Auflassungsvormerkung und die Fälligkeitsmitteilung erst nach dem notariellen Kaufvertrag starten. Wichtig ist dann, Fristen aus Reservierung oder Kaufvertrag zu prüfen und die Bank frühzeitig zu informieren, damit Konditionen, Unterlagenfristen und Auszahlungsplanung angepasst werden können.

Kann ich bestehende Kredite in die Planung integrieren?

Ja, bestehende Darlehen sollten früh in die Haushaltsrechnung und die Struktur der Finanzierung einfließen. Je nach Laufzeit und Konditionen kann eine Umschuldung, eine Ablösung zum Stichtag oder eine Zwischenlösung sinnvoll sein, damit Auszahlung, Ablösetermine und monatliche Rate zusammenpassen.


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